Sorben
Wer sind die Sorben?

Gäbe es einen sorbischen Staat, er wäre nicht größer als eine typisch deutsche Kleinstadt. Rund 60 000 Sorben leben in Deutschland, davon etwa 20 000 Niedersorben in der brandenburgischen Niederlausitz und 40 000 Obersorben in der sächsischen Oberlausitz zwischen Kamenz, Bautzen, Weißwasser und Hoyerswerda. Deren Rechte sind durch die Sächsische Verfassung besonders geschützt. Ein reges Vereinsleben, sorbische Schulen, Theater und Rundfunkprogramme sorgen dafür, dass die Kultur dieser slawischen Volksgruppe gepflegt wird. Viele Straßenschilder sind zweisprachig. Denn bis heute wird in vielen Familien und im Alltag Sorbisch gesprochen. Wie lebendig diese westslawische Sprache ist, zeigen die vielen Dialekte, die in den verschiedenen Regionen existieren.
Maßnahmenplan der Sächsischen Staatsregierung zur Ermutigung und zur Belebung des Gebrauchs der sorbischen Sprache
Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft hat beispielsweise bereits zwei Broschüren zu geschützten Tierarten in die sorbische Sprache übersetzt. Weitere aus-gewählte Broschüren auch anderer Ministerien sollen folgen und in Schulen und Kinderta-geseinrichtungen im sorbischen Siedlungsgebiet eingesetzt werden. Das Wissen über die sorbische Sprache und Kultur soll außerdem auch mittels Ausstellungen und Veranstaltungen vermittelt und verbreitet werden. Unter dem Ziel „Sorbisch für alle“ soll zum Erlernen und Anwenden der sorbischen Sprache ermutigt werden. Des Weiteren sind Maßnahmen wie beispielsweise die Stärkung der Ausbildung von sorbischsprachigen Lehrerinnen und Lehrern sowie Erzieherinnen und Erziehern in Zusammenarbeit mit sächsischen Bildungseinrich-tungen geplant.Auf ihrer Kabinettssitzung am 24. April 2012 hat die Sächsische Staatsregierung einen Maßnahmenplan zur Ermutigung und zur Belebung des Gebrauchs der sorbischen Sprache beschlossen.
Die erarbeiteten Maßnahmen sind gegründet auf Anregungen beteiligter Ressorts, der Sorbenbeauftragten der Landkreise Bautzen und Görlitz, der Domowina – Bund Lausitzer Sorben e.V. sowie des Bereichs „Angelegenheiten der Sorben“ im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Die Konzeption sieht Maßnahmen vor, die den Erwerb der sorbischen Sprache fördern, den Gebrauch der Sprache im öffentlichen Leben steigern und Kenntnisse über die sorbische Sprache und Kultur vermitteln sollen. Einige Maßnahmen befinden sich bereits in der Phase der Umsetzung, andere bedürfen noch einer konkreteren Entwicklung und der Sensibilisierung möglicher Partner.
Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft hat beispielsweise bereits zwei Broschüren zu geschützten Tierarten in die sorbische Sprache übersetzt. Weitere ausgewählte Broschüren auch anderer Ministerien sollen folgen und in Schulen und Kindertageseinrichtungen im sorbischen Siedlungsgebiet eingesetzt werden. Das Wissen über die sorbische Sprache und Kultur soll außerdem auch mittels Ausstellungen und Veranstaltungen vermittelt und verbreitet werden. Unter dem Ziel „Sorbisch für alle“ soll zum Erlernen und Anwenden der sorbischen Sprache ermutigt werden. Des Weiteren sind Maßnahmen wie beispielsweise die Stärkung der Ausbildung von sorbischsprachigen Lehrerinnen und Lehrern sowie Erzieherinnen und Erziehern in Zusammenarbeit mit sächsischen Bildungseinrichtungen geplant.

